Please Mid Your Head könnte die freundlichste aller Aufforderungen sein – eine Einladung hinzusehen, wo Sie normalerweise nicht hinschauen würden und eine Mahnung, den wichtigsten Teil Ihres Körpers zu schützen, während Sie etwas, das Ihren Weg verstellt, überwinden. Goscinskis Arbeiten erläutern Bedenken über die Vor- und Nachteile eines schwer arbeitenden menschlichen Gehirns und veranschaulicht zugleich die Dualität, die ihre Werke bestimmt. Das Konzept, die Bewusstheitsgrenzen der BetrachterInnen wie der Künstlerin selbst und ihrer Kunst auszutesten, ist ein Leitthema in Goscinkis Gesamtwerk. Ihre Arbeiten, die unterschiedlichste und oft ineinander greifende, sich überlagernde Medien, wie Skulptur, Fotografie, Performance, Video und Ready-mades umfassen, stellen grundsätzliche Werte, Eckpfeiler der modernen Gesellschaft, wie das Glück, die Freiheit und Gesundheit, in Frage.
© Michele Robecchi
In der Ausstellung „without head“ werden die neuesten Videos der Künstlerin neben konzeptionistischen Fotoarbeiten genauso gezeigt, wie ihre formalen Plastiken.
Die Galerie Zimmermann Kratochwill freut sich, MARTIN KRENNS Ausstellung WORLD´S END bekanngeben zu dürfen. Seine neuesten Arbeiten sind in der Grazer Galerie vom 12. Jänner 2013 bis zum 16. März 2013 zu sehen.
Die Fotoausstellung "World's End" befasst sich mit einem kleinen nordirischen Dorf in einer typisch irischen Grashügel-Landschaft an der Felsküste. Das Küstenland, welches das Dorf umgibt, ist Sperrgebiet und wird seit mehr als 100 Jahren von einer britischen Militärbasis okkupiert. Deshalb sind Luft- und Satellitenaufnahmen verboten. Auf Internet-Kartendiensten wie Google Maps sind der gesamte Landstrich und das Dorf unkenntlich gemacht. Martin Krenn gelang es dennoch, für seine Fotografien des Geländes und der Gebäude auf der Militärbasis eine Genehmigung der britischen Armee zu erhalten.
Der in Belfast und Wien lebende Künstler beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Wechselwirkungen zwischen geschichtspolitischen Phänomenen und ihrer Dokumentation. Dabei interessiert ihn besonders das Verhältnis zwischen Wort und Bild: Historische Ereignisse werden mit jeder Dokumentation neu erzählt. Durch die Verwendung von Bildern wird die Erzählung der Historie nicht nur illustriert sondern interpretiert und neu inszeniert. Die Bilder erfahren durch den Begleittext ihrerseits eine Verschiebung ihrer Bedeutung.
Acht großformatige Fotografien bestimmen die Ausstellung. Auf den ersten Blick sind es unverfängliche Aufnahmen von Landschaften und Interieurs. Die Bildunterschriften der Fotografien verweisen gleichermaßen auf das Sujet sowie auf den geografischen und geschichtlichen Kontext, ohne die Arbeiten auf bestimmte Schauplätze oder historische Ereignisse festzulegen. Das Bild eines offensichtlich für ein Kaffekränzchen gedeckten Tisches findet sich neben dem Gemälde eines modernen Schlachtfeldes. Eine aus der Entfernung beobachtete Robbenkolonie hängt in unmittelbarer Nähe eines im dichten Gestrüpp fast unsichtbaren uniformierten Soldaten. Sie alle verbindet ein in sich widersprüchlicher Ort, dem man einst den Beinamen “World’s End” gegeben hat.
Der gleichnamige Film zeigt Motive der Militärbasis, der umliegenden Landschaft und des Dorfes. Diese sind mit einer Erzählung unterlegt, die Krenns Gespräche mit Protagonist_innen des Films zusammenfasst. Wie schon bei den Fotografien werden auch hier die Gesetze des Dokumentarischen bewusst ausgehebelt, indem sowohl Ortsnamen ungenannt bleiben, als auch die Identitäten der Personen vage gehalten sind.
Gerade durch die Distanz zum Genre des Dokumentarischen zeigt die Ausstellung, dass sich die Geschichte eines Ortes immer aus Überlagerungen vieler Erzählungen zusammensetzt. Martin Krenn fügt ihnen, ohne besondere Gewichtung, seine persönliche Geschichte hinzu. In den Arbeiten löst sich die Grenze zwischen Fiktion und Realität auf, sie entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung. Krenn stellt das Erlebte, Eigenes wie Überliefertes, über die Fakten seiner akribischen Recherche. Er entwickelt eine Methodik die es ihm ermöglicht, sich der konfliktreichen Geschichte dieses Ortes anzunähern, ohne dabei ihre Komplexität und Widersprüchlichkeit außer Acht zu lassen.
Art Stage Singapur
24.-27. Jänner 2013
Marina Bay Sands
mit Poklong Anading,Yason Banal, Lena Cobangbang, Gaston Damag, David Griggs, Sofia Goscinski, Martin Krenn und Manuel Ocampo
Stand Nummer D3-02
Poklong ANADING | pocket coffin
Die Galerie Zimmermann Kratochwill freut sich, POKLONG ANADINGS Ausstellung pocket coffin bekanntgeben zu dürfen. Seine aktuellen Werke sind in den Grazer Räumlichkeiten der Galerie vom 31. Oktober 2012 bis zum 5. Jänner 2013 zu sehen.
Poklong Anading wurde einst als “Alchemist des Gewöhnlichen” beschrieben und auch wir finden bis jetzt keine besseren Worte für ihn und seine Werke. Ein großer Teil seiner Arbeiten ist mit ausrangierten, nicht mehr gewollten Objekten versehen, oder – um es humaner zu sagen – auf Irrationalitäten, die Macht der Umstände oder rücksichtslosen Reaktionen.
Was er macht, ist das Erzählen von Geschichten, oder vielleicht richtiger: er führt diese in mediale Arbeitsbereiche ein, welche einem Konzeptkünstler in unserer Zeit gegeben sind. Material und Technik komplimentieren Sound und Bild, und nicht zuletzt Besucher oder Teilnemer, respektive ist das alles ein Teil des Konzepts. Wenn man der Einladung zur Teilnahme folgt – und wenn es nur als Beobachter ist – wird man in eine fiktive Welt ohne Schwere und ohne Grenzen entführt.
Es geht nicht darum die Funktion der Kunst zu definieren, aber Kunst als soziales Medium bietet die Möglichkeit um unkonventionelle Zusammenhänge zu portraitieren und Utopien zu kreieren. Das muss nicht notwendigerweise auf wissenschaflichen Daten basieren, es kann auch einer von persönlichen Beobachtungen oder Fiktionen abgeleitet werden. Wir könnten behaupten, dass die Mehrheit von zeitgenössischen Künstlern aktuelle Belange wiedergibt.
Im speziellen Fall von Poklong Anading muss festgehalten werden, dass das Zeitgenössische untrennbar mit dem Mytos der Vergangenheit und dem sozio-politischem Kontext seiner Heimat Südost-Asien verbunden ist. Er lässt die bisher gültigen Klassifizierungen seiner künstlerischen Praxis hinter sich und begibt sich in zur nächsten Generation als Künstler in einer Neo-Konzept Kunst. Anading übersetzt seine Methoden und verwebt seine Konzepte und Inhalte mit seinem aktuellen Aufenthaltsort. Dies implimentiert eine starke Reisetätigkeit, welche durch die Geschichte seines Heimatlamdes verankert ist. Denn viele seiner Werksserien sind nur zu oft mit (verschiedenen) Orten und (begrenzter) Zeit verbunden. Diese Projekte setzten sich über Jahre fort, wobei Bilder oder Sequenzen immer wieder in neuen Kontexten auftauchen können, wie zum Beispiel bei Anonymity oder Between Intersections.
Ein allgemeiner Einstieg in Anadings Arbeiten ist unausweichlich, da die Übergänge zwischen seinen Arbeiten, der vorhergehenden und der nachfolgenden, fließend sind. Jede Geschichte ist eigenständig, wie ein Kapitel aus einem Buch. Jedoch entwickelt sich jedes neue Werk aus dem vorhergehenden, angereichert mit neuen Impulsen. Das physische Erscheinungsbild von Anadings künstlericher Ausdrucksweise variiert in Medium, Größe und Material, dennoch lässt sich ein roter Faden durch sein Werk ziehen, wenn man sich näher damit auseinandersetzt.
Um auf das Thema “Reisen” zurückzukommen: Reisen beeinhaltet nicht nur visuelle Erinnerungen sondern auch einen auditiven Part, der um Aufmerksamkeit bittet. Interaktion mit Menschen (z.B. Anonymity, untitled (dwelling)) sowie Geräuschen an sich, oder die Inkorporation von abstrakten Sonanzen (z.B. linedrawing, monster race, - - - - - - - -, dragon kite) waren von Anfang an wichtige Elemente in Poklong Anadings Konzepten. Und wieder ist es das Gewöhnliche, das die Aufmerksamkeit des Künstlers an sich zieht, gesammelt, abstrahiert und antropomorphisierend.
Der Ausstellungstitel “pocket coffin” erscheint vielleicht gleich substanzlos als auch bedeutungsvoll – und zwar durch die Assoziazionen des Besuchers mit dem Sichtbaren in der Ausstellung. Die künstlerische Forderung nach einer Erklärung für die Ausstellung und ihre Werke beginnt mit dem Titel – keine Anleitung, keine Regeln, keine Überforderung, keine Definition, keine Einschüchterung, schlicht keine Lösung.
Poklong Anading stellt vier neue Arbeiten vor, die seine Heimat wiederspiegeln, das Suchen und Finden in Frage stellen, Betriebssysteme reflektieren, die hervorgerufenen Verwirrung von Informationsfluten und das Filtern - das notwendige Aussieben dieser in einen neuen Kontext bringt - Sehnsucht und Erfüllung nach dem Persönlichen.
Die Zerrissenheit und Brandmarkung kommt in den Aufnahmen zu “Who´s afraid of pixels”, “Tag &Torn” und “Zero Gravity” zum Ausdruck. Reisende verbringen oft viel Zeit auf Flughäfen und entkommen auch dort der Werbemaschinerie nicht, wobei man sich doch einfach nur auf einen Urlaub freuen möchte oder gehetzt von einem Businesstermin zu nächsten hastet.
Die Arbeit “untitled (dwelling)” funktioniert nur mit Ihrer aktiven Teilnahme. Diese Arbeit ist eine weitere Station, oder eben ein weiteres Kapitel in einem Buch, das Leben heißt. Der Finger an sich erfährt die gesamte Ausfmerksamkeit, denn nicht umsonst nennt man es “Fingerzeig”.
“Finderexplorer” ist auch eine Installation die einen Partizipanten braucht um zum Leben erweckt zu werden. Ansonsten ist es nur eine Installation aus Computern. Wenn Sie sich darauf einlassen, werden Sie ein neues Landschaftsportrait der Stadt Graz erfahren. Und es sagt niemand mehr, dass Landschaftsportraits nur als Ölbild auf einer Leinwand ihre Gültigkeit haben.
So sehr uns der Künstler herausfordert zur Teilnahme, zum Verstehen, zum Öffnen und zur Akzeptanz und zur Beobachtung, so sehr laden wir Sie ein, all das auch zu erfahren. Poklong Anading erwartet von uns, ein neutraler Punkt zu sein, ohne Gravitation um Raum für philosophische Betrachtungsweisen bieten zu können. Wir, die Galerie Zimmermann Kratochwill schlagen vor, die Einladung zur aktiven Teilnahme an seiner Ausstellung und seinen Kunstwerken wörtlich zu nehmen und sich auf dieses Experiment einzulassen.
Art Toronto
26.-29. Oktober 2012
zu sehen ist die Serie "Anonymity" von Poklong Anading
Jayson OLIVERIA: overlooking
Eröffnung:
15. September 2012, 11.00 bis 15.00 Uhr, der Künstler ist anwesend
Ausstellungsdauer:
18. September bis 20. Oktober 2012
Dienstag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag, 10.00 bis 13.00 Uhr
Wir freuen uns, die zweite Soloausstellung von Jayson Oliveria in Österreich präsentieren zu können. Zu sehen sind nicht nur Werke, die während seiner Residency im Frühjahr 2012 in Graz entstanden sind, sondern auch Gemälde aus seiner Heimat Manila.
Die Ausstellung widmet sich Oliverias Ölgemälden, welche die psychische Anstrengung hinter dem Dasein dieses Künstlers veranschaulichen. Oliverias Ausdrucksweise ist ebenso vielschichtig wie die Gedankengänge eines Menschen: auf den ersten Blick überlagert und verschwommen und erst bei näherer Betrachtung entschlüsselbar. Die Referenzen für seine Werke finden sich nicht nur im Geiste. Ebenfalls die moderne Medienwelt und Künstlerkollegen eröffnen Oliveria immer neue Wege um sich mit malerischen Mitteln Ausdruck zu verleihen.
Viennafair 2012
Represented Artists:
Lena Cobangbang, Sofia Goscinski, Isa Rosenberger, Gabriele Sturm, MM Yu,
Otto Muehl, Jayson Oliveria
Standnummer D21 & D23
Gerado Tan:
Sight Unseen
Eröffnung:
28. Juli 2012, 11.00 bis 15.00 Uhr
der Künstler ist anwesend
Ausstellungsdauer:
31. Juli 2012 bis 1. September 2012
Dienstag bis Freitag, 14.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr
Die Reise der Feder
Graz - Papua Neuguinea
Ein Prejekt von Gabriele Sturm in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz, welches am 06.07.2012 eröffnet wird.
Work in Progress bis 30.09.2012
Institut für Zeitgenössische Kunst
http://izk.tugraz.at/izk/index.php?idcat=79
(c) IZK
VOLTA 8 Basel
Dreispitzhalle, Tor 13
Helsinki Straße 5
CH 4142 Münchenstein/Basel
STAND B18
Represented Artists:
Poklong Anading
Lena Cobangbang
Jayson Oliveria
Lena COBANGBANG
Raping the Muse
Ausstellungsdauer
05.05.2012 bis 23.06.2012
Sofia Goscinski
Rainbow Country
Ausstellungsdauer
05.05.2012 bis 23.06.2012
Art Paris Fair
Represented Artist: Otto Muehl
Messedaten: Donnerstag, 29. März – Sonntag, 01. April 2012
Webseite: www.artparis.fr
David Griggs:
Privation under the Palms
Ausstellungsdauer:
19. März 2012 bis 28. April 2012
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr
Die Entwicklung alternativer Überlenbensstrategien, im wirtschaftlichen aber auch sozialen Sinn, innerhalb gesellschaftlicher Randgruppen liegt im Zentrum seines Interesses. Als Beobachter kommentiert er die durch Armut und soziale Ausgrenzung entwickelten Improvisationen und Mechanismen zur Verbesserung der Situation des Einzelnen oder der Gemeinschaft. Angezogen von menschlichen Abgründen stellt er Allegorien und Stereotypen dar. Griggs überlagert Realität und Fiktion, Historie und Utopie, Autonomie und Relation. Ursache, Auslöser und Effekt sozialer Phänomene visualisiert der Künstler durch ehrliche, teils sarkastische Bilder.
David Griggs arbeitet transmedial mit Malerei, Fotografie und Video.
"Privation under the Palms" ist David Griggs' erste Einzelausstellung in Europa. Der 1975 in Australien geborene Künstler präsentiert erstmals drei neue Videoarbeiten in der Galerie Zimmermann Kratochwill.
"Banditti", "Our Motto Apocalypse Now" und "Sunset Set" betiteln Griggs' neueste Arbeiten. David Griggs bewegt sich im Netz filmischer Referenzen und an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Im Unterschied zu seinen früheren Videos tragen diese neuen Arbeiten cineastischen Charakter, hinsichtlich Präsentation wie Narrativ.
In "Banditti" zeigt Griggs Effekte der Kolonisierung aus der Perspektive des Immigranten (in der Kolonie) auf. Das Scheitern und die daraus folgende Resignation portraitiert er anhand des Protagonisten.
"Our Motto Apocalypse Now" bezieht sich auf Coppolas Kriegsfilm "Apocalypse Now" der Ende der 1970er Jahre auf den Philippinen gedreht wurde. Vor einer provisorischen Kulisse wird der Monolog des Amerikanischen Fotojournalisten, in Coppolas Film von Dennis Hopper gespielt, interpretiert.
Die Rolle des Künstlers als Beobachter visualisiert Griggs in "The Sunset Set".
David Griggs wurde 1975 in Australien geboren. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Manila (Philippinen).
VOLTA NY - New York
Represendet Artist: Martin Krenn
Messedaten: Donnerstag, 8. März – Sonntag, 11. März 2012
Webseite: http://www.voltashow.com
MARTIN KRENN
Ich beschäftige mich in meiner Kunst mit soziopolitischen Themen. Dabei arbeite ich mit unterschiedlichen Medien, vor allem mit Fotografie und Video. Meist handelt es sich um Fotoserien oder Kurzfilme, die einander auch zum Teil ergänzen. Die Projekte werden in Ausstellungen aber auch im öffentlichen Raum realisiert.
Mich interessiert dabei besonders das Spannungverhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft. Wie kann Kunst in gesellschaftliche Prozesse eingreifen, wie können über Kunst Machtverhältnisse neu erfahren und hinterfragt werden? Welchen Wert misst die Gesellschaft aktueller Kunst bei?
In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren ist eine „Repolitisierung" innerhalb der Kunstwelt zu beobachten. Unterschiedliche Definitionen von „politischer Kunst" begleiten diesen Prozess und erschweren es den tatsächlichen Wirkungsrahmen zu verifizieren. Immerhin, die Vorstellung einer Kunst, die nur das „Schöne" abbilden soll, verschwindet immer mehr aus der Gesellschaft.
In all meinen Fotoserien und Videos arbeite ich an einer fotografischen Methode, die zwar Dinge, Räume und Ereignisse dokumentiert, aber gleichzeitig dem Wahrheitsanspruch des Dokumentarischen skeptisch gegenübersteht. So werden die meisten Fotos nicht nur durch meinen Blick als Fotograf geprägt, sowohl Bildfindung als auch Bildgestaltung werden durch unterschiedliche Faktoren von „außen" mitbestimmt. So kann es sein, dass hinter dem Bild ein partizipatorisches Projekt steht, oder aber es handelt sich um re-fotografierte Schauplätze, die bereits in der Vergangenheit Eingang in eine Publikation gefunden, oder sogar als Drehort für einen Spielfilm gedient haben. Formale Aspekte sind in meiner Arbeit genau so wichtig, wie die Inhalte welche verhandelt werden.
Ich denke, dass Kunst ganz besondere Möglichkeiten bietet, sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen. Besonders spannend finde ich es, wenn es gelingt über das Kunstfeld hinaus zu wirken, wenn durch Kunst Diskussionen ausgelöst und herkömmliche Sichtweisen hinterfragt werden. Dadurch kann in bestehende Machtverhältnisse eingriffen werden und manchmal sogar real etwas verändert werden. Der Ästhetik kommt hierbei eine zentrale Rolle zu.
Martin Krenn
Manuel Ocampo:
The Ghost Poop of Painting
Eröffnung:
19. November 2011, 11.00 bis 15.00 Uhr
der Künstler ist anwesend
Ausstellungsdauer:
21. November 2011 bis 7. Jänner 2012
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr
Mit MANUEL OCAMPOs Ausstellung „The Ghost Poop of Painting“ wird in der Galerie Zimmermann Kratochwill die erste Einzelausstellung des Künstlers in Österreich eröffnet. Der ursprünglich von den Philippinen stammende Ocampo ist in Asien und den USA sehr bekannt und auch in Europa hat er sich einen hohen Stellenwert in der zeitgenössischen Kunstszene erarbeitet. Mit der Documenta IX 1992 in Kassel und der zweimaligen Teilnahme an der Biennale in Venedig sollen nur ein paar außergewöhnliche Leistungen des Künstlers hervorgehoben werden.
Bereits in den frühen Arbeiten Ocampos lässt sich sein Umgang mit der Verblendung der sozialen Kritik erkennen, um die Geschichte aus dem Blickwinkel eines Anderen nachzuerzählen. In seinen Arbeiten sind Motive, die von einem Mythos umgeben werden das zentrale wiederkehrende Thema. Sie werden anhand von Ritualen, Zeremonien oder Opferungsriten dargestellt. Jeder findet sich in einer immerwährenden Beobachterposition. Stereotypen werden in einen possenhaften, beinahe grotesken Ikonoklasmus übertragen.
In Ocampos Malerei begegnet postmoderne Besorgnis um Authentizität der Erinnerung an den authentischen und notwendigen Antrieb. Die Pietät in seinen Arbeiten gestaltet die Malerei in Abstraktion um. Im Verständnis von Ocampos Arbeiten kann es zu formellen Schwierigkeiten kommen, da er den Grundsatz der Malerei oft gänzlich aufzulösen sucht bis nur mehr die Essenz, die durchaus mit Spott und Hohn gleichgesetzt werden kann, übrig bleibt.
Art Stage Singapur
12.-15. Jänner 2012
Marina Bay Sands
mit Poklong Anading, Gaston Damag und Manuel Ocampo
Stand Nummer B2-04 und C5-03
steirischer herbst 2011
Zweite Welt
herbst-Ausstellung
23/09 - 16/10
c/o Galerie Zimmermann Kratochwill (Openring 7, 8010 Graz) & Festivaldistrikt
Mo - Fr 12.00 - 20.00
Sa & So 10.30 - 20.00
Mit Jumana Emil Abboud (PS), Yael Bartana (IL), Nemanja Cvijanović (HR/I), Marcelo Expósito & Verónica Iglesia (E/ARG), Decolonizing Architecture Art Residency / DAAR (PS), Ruben Grigorian (ARM), Bouchra Khalili (F/MA), Daniel Knorr (D/RO), Tom Nicholson (AUS), Maha Maamoun (EG), Mona Marzouk (EG), Chan-Kyong Park (ROK), Lala Raščić (HR/USA), Marko Tadić (HR)
Kuratiert von What, How & for Whom / WHW (HR)
Zweite Welten: in denen die Vergangenheit andere Folgen hatte und die Zukunft nicht von der Gegenwart abhängt. Parallelwelten, mögliche Welten, unmögliche Welten, Wunschwelten. Welten, voneinander getrennt, Welten, miteinander verbunden. Beschworen werden die nicht verwirklichten Möglichkeiten, die in unserer Gegenwart herumgeistern, ebenso wie die realistischen Gefahren, die alle denkbare Zukunft auslöschen könnten.
Die Vorstellung von einer anderen Welt ist eine weitgehend apokalyptische geworden – von einer Welt nach einer unfassbaren Naturkatastrophe beispielsweise oder einer menschenverursachten Selbstauslöschung, deren einziger Überlebender das Kapital ist. Die geopolitische Konstruktion einer Zweiten Welt aus Zeiten des Kalten Krieges, die für Jahrzehnte euphemistisch die dunkle Schlucht zwischen Erster und Dritter Welt durch die Illusion eines Fortschritts zu verdecken suchte, der früher oder später alle Menschen einbeziehen würde, ist aus der Mode gekommen. Aber die Ungleichheiten und Trennungen, die sie manifestierte, sind weiter gewachsen. Nur hat die Ideologie des Wirtschaftswachstums jene des Fortschritts ersetzt.
Die diesjährige herbst-Ausstellung – konzipiert vom kroatischen Kuratorinnenkollektiv WHW, das unter anderem die Istanbul-Biennale 2009 verantwortete – nutzt das Potenzial möglicher und unmöglicher zweiter Welten als Projektionsfläche für imaginäre und politische Perspektivenwechsel – und ist doch fest verwurzelt in der geopolitischen Wirklichkeit unserer Zeit.
„Zweite Welt“ wird ergänzt durch zwei Satelliten-Ausstellungen in der Galerija Nova (17/06 - 30/07 & 15/09 - 18/11, Zagreb). Zur Ausstellung wird eine Publikation erscheinen.
Auftragswerk steirischer herbst
Realisiert durch eine Sonderförderung des Landes Steiermark Kultur
Mit Unterstützung durch die Allianz Kulturstiftung & Erste Foundation
Projektsponsor Legero Schuhfabrik GesmbH
What, How and for Whom / WHW (HR)
What, How & for Whom/WHW ist ein 1999 gegründetes Kuratorinnenkolletiv aus Zagreb. Die Mitglieder sind Ivet Ćurlin, Ana Dević, Nataša Ilić und Sabina Sabolović, sowie der Designer und Publizist Dejan Kršić. WHW arbeitet an verschiedenen künstlerischen Projekten, Ausstellungen und publizistischen Veröffentlichungen und leitet die Galerija Nova in Zagreb. What, How and for Whom war der Titel der ersten Ausstellung anlässlich des 152-jährigen Jubiläum des kommunistischen Manifests in Zagreb im Jahr 2000 und wurde danach zum Motto und Namen des Kollektivs. WHW überführt diese drei grundlegenden Fragen jeder wirtschaftlichen Organisation in die Kunstwelt, um die Planung, Konzept und Realisation von Ausstellungen, die Produktion und Verbreitung von künstlerischen Arbeiten und die Position des Künstlers am Arbeitsmarkt zu hinterfragen. Das Kollektiv kuratierte zuletzt 2009 die Istanbul Biennale mit dem Titel „What Keeps Mankind Alive?“ und 2011 den kroatischen Pavillon der Biennale in Venedig
www.whw.hr
Filmabend
Maha Maamoun (EG): Domestic Tourism II (2008)
Mo 26/09, 19.30, Festivaldistrikt: Hotel (Mariahilferstr. 9, 8020 Graz)
60‘, Eintritt frei
Talk im Anschluss mit Maha Maamoun (EG) & What, How and for Whom / WHW (HR)
Die weltberühmten, schlichten Pyramiden von Gizeh bilden den surrealen Hintergrund der labyrinthischen Megalopolis Kairo. Seit vielen Jahren sind sie beliebte Filmkulissen und dienen mit ihrer ikonischen Kraft nostalgischen Fantasien über Ägyptens glorreiche Vergangenheit ebenso wie der kritischen oder nationalistischen Verhandlung der Gegenwart. Maha Maamoun verschränkt diese Bilder mit ihrer sehr persönlichen Beziehung zur geografischen und geschichtlichen Umgebung.
Führungen
Kuratorenführung
So 25/09, 12.00 - 13.30
Führungen mit wechselnden Gesprächsgästen
Fr 30/09, Fr 07/10 & Fr 14/10, 16.30 - 18.00
Leitung Anne Faucheret
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eintritt Ausstellung 8 / 6 € / Person
Gruppenführungen auf Anfrage: t +43 664 24 500 89 / education@steirischerherbst.at
Hermann Nitsch:
das sein
Eröffnung:
14. Juli 2011, 18.00 bis 22.00 Uhr
der Künstler ist anwesend
es spricht:
Günter Brus
Ausstellungsdauer:
15. Juli bis 1. September 2011
Dienstag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
Galerie Zimmermann Kratochwill freut sich, mit „das sein“ eine Einzelausstellung von
Hermann Nitsch zu präsentieren. Seit Nitschs letzter Ausstellung in Graz sind acht Jahre
vergangen. Zwischenzeitlich hat sich um den Künstler viel getan. Nitschs Werke werden
dauerhaft im MZM und im Museo Hermann Nitsch in Neapel gezeigt. Als besonders
erwähnenswert gilt außerdem die Ausstellungsbeteiligung an „personal structures 28“ im
Zuge der 54. Biennale in Venedig. Ab November 2011 wird das zeichnerische und grafische
Werk Nitschs im Leopold Museum in Wien zu sehen sein. Nach zahlreichen musealen
Präsentationen im In- und Ausland sind Werke von Hermann Nitsch erstmals seit 2003 wieder
in einer Einzelausstellung in der Galerie Zimmermann Kratochwill in Graz zu sehen.
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird Hermann Nitschs dreiteiliger Buchband „das sein
– zur therorie des orgien mysterien theaters“ präsentiert. Im Buch setzt er sich mit den
vielfältigen Aspekten des Seins auseinander: Was bedeutet die vollkommene Intensität des
Lebens? Diese klassische ontologische Frage, die immer wieder auch in jenen nach dem
Woher und Wohin mündet, steht seit jeher im Zentrum der Arbeit von Hermann Nitsch.
Der 1938 in Wien geborene Hermann Nitsch wurde durch seine aufsehenerregende Aktionen
bekannt. Seit den 1960er Jahren entwickelte er das Orgien Mysterien Theater und verknüpft
Performances, Aktionsmalerei, Zeichnung und Grafik, Musik und Literatur zu einem
Gesamtkunstwerk.
Das Orgien Mysterien Theater versteht sich als gedankliche Grundkonstrukt des
Gesamtkunstwerks von Hermann Nitsch,[...] als ästhetisches ritual der
existenzverherrlichung. [...] die welt als ganzes soll angenommen werden mit allen extremen,
ihren glücksmöglichkeiten, grässlichkeiten und der grausamkeit des todes. [...] alle sinne
müssen sich intensivieren und sensibilisieren. [...] liebe nicht als gebot begriffen, sondern als
zustand, als hochzustand des existierens, als seinszustand. auf das ganze leben
ausgebreitete seinsmystik ist liebe.
Im Zentrum der Ausstellung steht keine Schaffensperiode sondern die Vermittlung des
umfassenden Oevres. Zu sehen sind ausgewählte Werke von den 1960er Jahren bis zu
aktuellen Schüttbildern. Um einen vollständigen Querschnitt durch das künstlerische
Schaffen des Nitsch zu zeigen, werden auch Aktionsfotografie, Film, Grafik und
Architekturzeichnung zu sehen sein.
Das komplexe Werk von Hermann Nitsch entsteht in einem jahrelangen Prozess. Nach wie
vor polarisieren der Künstler und seine Arbeiten. Die Ausstellung „das sein“ soll nicht nur
seine Kunst näher bringen, sondern auch einen Schlüssel zum Verständnis des Orgien
Mysterien Theaters bieten.
Von 15. Juli bis 3. September werden Arbeiten von Hermann Nitsch in der Galerie
Zimmermann Kratochwill am Opernring 7, 8010 Graz zu sehen sein.
VOLTA7 - Basel
Represendet Artist: Poklong Anading
Standnummer: B10
Messedaten: Montag, 13. Juni – Samstag, 18. Juni 2011
Webseite: http://www.voltashow.com
POKLONG ANADING
"Meine Absicht ist es den Punktum der Gesichter von einem charakteristischen Merkmal, in einen Ort des Wiedererkennens in einen Fluchtpunkt, umzugestalten. Der wahre Ort wo Identität sich befreit, aus einer aufgelösten Darstellung und das Selbst zu einem immer offenen Ausdruck wird."
MM YU
inventory
Eröffnung:
27. Mai 2011, 18.00 bis 22.00 Uhr
der Künstler ist anwesend
es spricht:
Dr. Iris Stöckl
Ausstellungsdauer:
28. Mai bis 2. Juli 2011
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
MM Yu zeigt in der Ausstellung “inventory” neue Fotografien und Malerei.
Yu interessiert sich für die Wirklichkeiten ihrer Umgebung und hält diese fotografisch fest. Konsequent dokumentiert sie anhand alltäglicher Bilder
Manilas das Leben an der Schwelle zur Globalisierung. Dabei entstehen Abbildungen, die in ihrer Farbigkeit und Konzeption wie Inszenierungen wirken.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Installation mit 12 iPads, die zu einem Fenster angeordnet, den Besucher zur direkten Interaktion mit Yu’s
Arbeit auffordern. Damit stellt sie die postmoderne Computer- und Medienkultur zur Diskussion. Mit ihrer Malerei knüpft MM Yu an die Tradition des
Abstrakten Expressionismus der 1940er und 50er Jahre an. Yu’s drip paintings wirken wie Dokumente eines zufälligen Aufeinandertreffens von Farbe
und Leinwand und wie Nebenprodukte ihrer Arbeit. Die drip paintings dienen als Grundlage für Videoarbeiten und tauchen immer wieder, teils in anderer
Form, in Yu’s Fotografien auf.
MM Yu arbeitet mit Fotografie, Video und Malerei. Ihre Arbeit ist konzeptuell, projektorientiert und geprägt von autobiographischen Einflüssen. In
der Ausstellung “inventory” in der Galerie Zimmermann Kratochwill werden Arbeiten von MM Yu zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in Europa
zu sehen sein.
Viennafair - Wien
Represendet Artist:
Poklong Anading, Gerardo Tan, Gaston Damag, David Griggs, Jayson Oliveria, Manuel Ocampo, MM Yu, Lena Cobangbang, Robert Langenegger and Federico Solmi
Standnummer: A0729
Messedaten: Donnerstag, 13. Mai – Sonntag, 15. Mai 2011
Webseite: http://www.viennafair.at
Robert Langenegger
Mental Hygiene
Eröffnung:
15. April 2011, 18.00 bis 22.00 Uhr
der Künstler ist anwesend
es spricht:
Mag. Günther Holler-Schuster
Ausstellungsdauer:
16. April bis 14.Mai 2011
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
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Fotos der Eröffnung - Bitte hier klicken
Langenegger beschäftigt sich mit aktuellen, soziokulturellen und politischen (globalen) Fragestellungen, welche er in sarkastischen,
humoristischen Darstellungen formuliert. Er visualisiert Themen wie Pädophilie, Korruption, soziale Ausgrenzung oder körperliche Deformierungen
in komplexen Bildsystemen. Langeneggers Arbeiten sind narrativ, manchmal vordergründig naiv, schockierend (ehrlich)
und geprägt von apokalyptischer Hoffnungslosigkeit. Robert Langenegger arbeitet in unterschiedlichen Medien wie Zeichnung, Fotografie
und Video, hauptsächlich setzt er seine jedoch Ideen malerisch um.
„Mental Hygiene“ ist die erste Soloausstellung Langeneggers in Österreich.
Gezeigt werden aktuelle Arbeiten, die im Laufe seiner Residency in der Galerie Zimmermann Kratochwill entstehen.
Jayson Oliveria
ruined before it hits the ground
Eröffnung:
15. April 2011, 18.00 bis 22.00 Uhr
der Künstler ist anwesend
es spricht:
Mag. Günther Holler-Schuster
Ausstellungsdauer:
16. April bis 14.Mai 2011
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
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Fotos der Eröffnung - Bitte hier klicken
Oliverias Werke beschäftigen sich nicht mit Malerei, sie sind es. Malerei ist für Oliveria „[...] the act of creating a painting.“
Er sieht seine Arbeit als eine Persiflage seiner selbst und der Malerei an sich.
Seine Arbeiten agieren in mehreren Bildebenen, die nicht zwingendermaßen korrespondieren - ähnlich Gedankengängen. Das Übereinanderlegen
dieser Ebenen führt meistens zur Abstraktion figurativer Elemente und macht Malerei zu Methode - an deren Ende ein neuer
Anfang steht.
Oliveria arbeitet konsequent und in Bildserien. Er wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet (u.a. CCP 13th Artist Award 2006,
Ateneo Art Award 2004) und zu internationalen Ausstellungen (u.a. Tate Turbin Hall, London 2010) eingeladen.
In „ruined before it hits the ground“ werden Oliverias Werke zum ersten Mal in einer Soloausstellung in Europa zu sehen sein.
Gezeigt werden aktuelle Arbeiten, die im Zuge seiner Residency in der Galerie Zimmermann Kratochwill entstehen.
MARTIN KRENN
MEMORY IN (POST-) TOTALITARIANISM
Eröffnung der Ausstellung:
am 11. März 2011, 18.00-22.00 Uhr
die Künstler sind anwesend
es spricht
Univ.-Doz.Dr. Werner Fenz
Austellungsdauer:
12. März 2011 bis 9.April 2011
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
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Fotos: http://www.zimmermann-kratochwill.com/#en/press/shots
Martin Krenns Ausstellung „Memory in (Post-)Totalitarianism“ ist eine fotografische Reise zu unterschiedlichen Orten der Geschichte. Anhand von Denk- und Mahnmäler, Archiven, Museen und Gedenkstätten in Deutschland und Rumänien wird der evolutionären Entwicklung und Veränderung von Geschichtsbildern in totalitären und posttotalitären Gesellschaften nachgegangen.
Krenn interessiert, welche Spuren faschistische und kommunistische Ideologie bei der Nachfolgegeneration hinterlassen haben und welchen Einfluss die totalitäre Vergangenheit auf die Schaffung neuer politischer Räume hat. Untersucht wird auch welche Rolle Gedenkorte, Spielfilme und historische Romane bei der Schaffung des kollektiven und kulturellen Gedächtnisses spielen können. Krenn hat ExpertInnen unterschiedlicher Disziplinen befragt und die verschiedenen Gestaltungsstrategien an offiziellen und nichtoffiziellen Erinnerungsorten ins Visier genommen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen fotografische Arbeiten, die auch Teil einer 3-Kanal Ton-Diainstallation sind. In seinen Fotografien bezieht sich Krenn auf unterschiedliche Medien: So wurde den DDR Geschichtsbildern zum KZ-Buchenwald anhand von Filmstills des DEFA Filmklassikers „Nackt unter Wölfen“ nachgegangen. Durch das Memorial Sighet in Rumänien bewegt sich Krenn analog zu seinem ersten Besuch des virtuellen Museums Sighet, welches, bis ins kleinste Detail nachgebildet, auf DVD erhältlich ist. Textpassagen der Installation nehmen Bezug auf die ExpertInnen-Interviews des Projektes. Einen weiteren Teil bildet ein Raum mit Videointerviews mit dem Journalisten und Buchautor Oliver Lustig und dem Präsidenten der Association of Romanian Jews Victims of the Holocaust Liviu Beris. Die Interviews ermöglichen Einblicke in die geschichtspolitische Entwicklung Rumäniens aus der Sicht von Holocaust-Überlebenden.
Weitere Informationen und Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie unter: Presse - Downloads.
POKLONG ANADING
DIE MAP FÜR GUDBUYS
Eröffnung der Ausstellung:
am 10. Dezember 2010, 18.00-22.00 Uhr
die Künstler sind anwesend
Austellungsdauer:
11. Dezember 2010 bis 5. März 2011
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
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In "Die Map Für Gudbuys" zeigt Poklong Anading Arbeiten die größtenteils während seiner Residency in Graz entstehen. Anading arbeitet medienübergreifend mit Performance, Video, Fotografie, Zeichnung und Installation. Alltagsgegenstände und transzendente Zusammenhänge sowie meditative Prozesse sind Thema seiner Arbeiten. Das Werk Poklong Anadings wird zum ersten Mal in einer Solo-Ausstellung in Europa zu sehen sein.
Weitere Informationen und Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie unter: Presse - Downloads.
GASTON DAMAG
DER KUNST IHRE ZEIT
Eröffnung der Ausstellung:
am 10. Dezember 2010, 18.00-22.00 Uhr
die Künstler sind anwesend
Austellungsdauer:
11. Dezember 2010 bis 5. März 2011
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr; Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr
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In der Ausstellung "Der Kunst ihre Zeit" werden neue Arbeiten von Gaston Damag zu sehen sein. Damag wurde 1964 in Banaue (Ifugao, Nord Philippinen) geboren und lebt und arbeitet derzeit in Paris. Damag arbeitet mit Video, Zeichnung, Installation und Skulptur.
In seinem Werk setzt er sich mit Themen wie dem Einfluss der Globalisierung und Missionierung auf indigene Volksgruppen (insbesondere die der Ifugao) auseinander und untersucht die museale Präsentation von Stammeskunst.
Das Werk Gaston Damags wird zum ersten Mal in Österreich in einer Einzelausstellung zu sehen sein.
Weitere Informationen und Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie unter: Presse - Downloads
Eröffnung
Inversion of the Ideal
Eröffnung:
28. Oktober 2010, 18.00 bis 22.00 Uhr
die KünstlerInnen sind anwesend
Ausstellungsdauer:
29. Oktober bis 27. November 2010
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag, 10.00-15.00 Uhr
October 29th to November 27th 2010
Monday to Friday, 10 am to 6 pm, Saturday, 10 am to 3 pm
Inversion of the Ideal
eröffnet dem Besucher einen Einblick in die Arbeitsweise von achtzehn verschiedenen KünstlerInnen aus drei verschiedenen Erdteilen. Inversion of the Ideal ist als Vorschau der Ausstellungen in den kommenden zwei Jahren konzipiert.
Künstler der Galerie:
Poklong Anading (RP), Alfredo Barsuglia (A), Lena Cobangbang (RP), Gaston Damag (F/RP), Markus Dressler (A), David Griggs (AUS), Martin Krenn (A), Robert Langenegger (CH/RP), Otto Muehl (A), Hermann Nitsch (A), Manuel Ocampo (RP/USA), Jayson Oliveria (RP), Isa Rosenberger (A), Federico Solmi (I/USA), Herbert Soltys (A), Gabriele Sturm (A), Gerardo Tan (RP), MM Yu (RC/RP).
